Nº 081 · Technik · 50 Sek

Was ein künstliches Neuron eigentlich rechnet

Mikroskopaufnahme einer gefärbten Nervenzelle mit vielen verzweigten Fortsätzen auf hellem Grund
Foto: MethoxyRoxy · CC BY-SA 2.5 · Original

Vorbild Nervenzelle

Ein künstliches Neuron ist eine mathematische Funktion, angelehnt an echte Nervenzellen. Seine Gewichte entsprechen grob der Stärke der Verbindungen zwischen Zellen. Seine Ausgabe entspricht dem Signal, das eine Nervenzelle weiterschickt.

So rechnet es

Jede Eingabe wird mit ihrem Gewicht malgenommen, alles wird addiert, dazu kommt ein fester Wert, der Bias. Das Ergebnis läuft durch eine Aktivierungsfunktion – hier eine S-Kurve, die alles zwischen 0 und 100 % presst.

Und wo ist das Lernen?

Gelernt wird über die Gewichte. Liegt das Netz falsch, verstellt es sie ein kleines Stück, damit die nächste Antwort besser passt. Ein neuronales Netz besteht aus vielen solcher Einheiten: Jede empfängt Signale von anderen, verarbeitet sie und gibt ihr eigenes weiter.