Von der Erde gebremst
27Tagedauern ein Umlauf – und eine Drehung
Kurz nach seiner Entstehung drehte sich der Mond viel schneller. Die Schwerkraft der Erde verformte ihn und zog an dieser Ausbuchtung. Das Walken im Inneren erzeugte Wärme und bremste die Drehung – bis eine Drehung genau so lange dauerte wie ein Umlauf. Seitdem bleibt es dabei.

Dunkel ist sie nicht
Die Rückseite wird oft »dunkle Seite« genannt. Das ist irreführend: Sie bekommt genauso viel Sonne ab. Bei Neumond liegt sie sogar voll im Licht – dann hat die uns zugewandte Seite Nacht.
Ein kleines Schaukeln
59%der Mondoberfläche sind von der Erde aus zu sehen
Ganz exakt ist es nicht. Die Mondbahn ist leicht elliptisch, deshalb ist der Mond mal schneller, mal langsamer unterwegs, während er sich gleichmäßig dreht. Dieses Schaukeln heißt Libration – und lässt uns ein Stück um die Ränder blicken.
Deep Dive
Die Bremse wirkt in beide Richtungen
Was die Erde mit dem Mond gemacht hat, macht der Mond heute mit der Erde. Ihre Ozeane wölben sich unter seiner Anziehung aus – und ziehen ihrerseits am Mond. Dabei entsteht Reibung, die die Drehung der Erde bremst. Der Tag wird dadurch länger: um knapp 2 Millisekunden pro 100 Jahre. Das klingt nach nichts. Aber mit genauen Uhren fällt es schon nach wenigen Jahrhunderten auf – und über Hunderte Millionen Jahre summiert es sich zu Stunden.
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