Ein Schiff für den König
64Kanonentrug die Vasa, viele davon aus Bronze
König Gustav II. Adolf ließ die Vasa ab 1626 für seinen Krieg gegen Polen-Litauen bauen. Fast 500 Skulpturen schmückten das Schiff. Bei seiner Fertigstellung war es eines der am stärksten bewaffneten Schiffe der Welt.
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1628 ließ man 30 Männer über Deck rennen, um die Stabilität zu prüfen. Was geschah?
1.300 Meter weit
Am 10. August 1628 legte die Vasa ab, die Stückpforten offen für einen Salut. Eine Böe drückte sie auf die Seite, eine zweite, stärkere ließ Wasser durch die unteren Pforten strömen. Nach rund 1.300 Metern sank sie, nur 120 Meter vom Ufer entfernt. Etwa 30 Menschen sollen gestorben sein.
333 Jahre später
1956 spürte der Hobbyarchäologe Anders Franzén das Wrack auf. Er hatte darauf gesetzt, dass in der kalten Ostsee der Schiffsbohrwurm fehlt, der versunkenes Holz sonst schnell zerfrisst. 1961 wurde die Vasa mit weitgehend intaktem Rumpf gehoben. Über 45 Millionen Menschen haben sie seitdem gesehen.
Deep Dive
Zu viel Gewicht oben
Die Vasa war gefährlich instabil: Im oberen Rumpf steckte zu viel Gewicht. Mit mehr Ballast ließ sich das nicht beheben, womöglich wäre ein grundlegender Umbau nötig gewesen. Die Theorie des Schiffbaus war damals noch kaum verstanden, und die Sicherheitsreserven lagen weit unter dem, was heute akzeptiert würde. Zwei Kanonendecks machten den Kompromiss zwischen Seetüchtigkeit und Feuerkraft zusätzlich schwierig.
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