Deine Vermutung
Welches Licht reizt nur die mittleren Zapfen (M) im Auge?

Laser statt Lampe
Das Team um Ren Ng und Austin Roorda kartierte zuerst ein kleines Stück der Netzhaut jeder Versuchsperson, Zapfen für Zapfen. Dann rastert ein Laser darüber und feuert nur, wenn er auf eine M-Zelle zielt. Eine Infrarot-Kamera verfolgt dabei jede Augenbewegung. Das Bild ist so groß wie ein Fingernagel am ausgestreckten Arm.
Satter als jede Spektralfarbe
Die Versuchspersonen beschrieben olo als Blaugrün von beispielloser Sättigung. Die sattesten natürlichen Farben sind reine Spektralfarben wie Laserlicht. Um olo der nächstliegenden anzugleichen, mussten sie es erst mit Weiß verdünnen. Traf der Laser absichtlich leicht daneben, sahen sie nur das gewöhnliche Grün des Lasers.
Was offen ist
Olo haben bisher nur fünf Menschen gesehen, drei davon sind Mitautoren der Studie. Ganz rein ist es auch nicht: Ein Teil des Lichts trifft Nachbarzellen. Ob olo wirklich eine »neue« Farbe ist, halten manche Fachleute für Ansichtssache.
Deep Dive
Drei Zapfen, drei Zahlen
Farbe beginnt mit sechs bis sieben Millionen Zapfen in jedem Auge. Es gibt drei Typen: L-Zapfen reagieren am stärksten bei etwa 560 Nanometern, M-Zapfen bei 530, S-Zapfen bei 420 (gemessen am Sehpigment). S-Zapfen sind in der Minderheit, je nach Zählung rund 7 bis 12 %, und das Verhältnis von L zu M schwankt stark von Mensch zu Mensch: Bei zwei Männern maß man 75,8 % L und 20,0 % M beziehungsweise 50,6 % L und 44,2 % M. Die Idee der drei Empfänger formulierte Thomas Young 1802, ähnlich schon George Palmer 1777. Hermann von Helmholtz zeigte später mit Farbmischversuchen, dass Menschen mit normalem Farbsehen drei Wellenlängen brauchen, um die übliche Farbpalette nachzustellen.
Weiter in der App
- Drei Lichtfarben genügen
- Metamerie: gleiche Farbe, anderes Licht
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- Warum reines M im Alltag nie vorkommt
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- Wie Oz einzelne Zapfen trifft
- Was die Versuchspersonen berichteten
- Was offen bleibt
- Quiz mit 3 Fragen
- 4 Kernaussagen zum Mitnehmen

