Nº 058 · Geschichte · 50 Sek

Den Knall des Krakatau hörte man noch 4.800 Kilometer entfernt

Lithografie von 1888: Rauch- und Aschesäule über der Insel Krakatau in der frühen Phase des Ausbruchs im Mai 1883
Illustration: Lithograph: Parker & Coward, Britain; · Public domain · Original

Laut genug für geplatzte Trommelfelle

Die größte Explosion, am 27. August 1883 um 10:02 Uhr, gilt als das lauteste bekannte Geräusch. In Batavia, 160 Kilometer entfernt, schlug ein Druckmesser über die Skala aus – umgerechnet mehr als 172 Dezibel. Seeleuten rund 64 Kilometer entfernt platzten die Trommelfelle. Direkt am Vulkan hörte man die größten Explosionen dagegen kaum.

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Wie oft zeichneten manche Barometer die Druckwelle auf?

Tafel mit Barometerkurven von acht Wetterstationen in vier Spalten
Aus dem Bericht der Royal Society von 1888: Barometerkurven von acht Stationen, von Washington bis Südgeorgien – Spalte für Spalte die ersten vier Durchgänge der Druckwelle.Visualisierung: Royal Society (Great Britain). Krakatoa Committee; Symons, G. J. (George James), 1838-1900, ed; · Public domain · Original

Ein Knall, den man messen musste

Was um die Welt lief, war vor allem Infraschall: Druckschwankungen, zu tief für das menschliche Ohr. Normale Wetterbarometer zeichneten sie auf. Weil der Telegraf die Nachricht binnen Stunden um die Welt trug, bekamen lokale Messungen erstmals globale Bedeutung – die Royal Society trug die Kurven danach zusammen.