Nº 129 · Mensch · 55 Sek

Wie aus einem Schimmel ein Medikament wurde

Schwarzweißfoto: Alexander Fleming im weißen Kittel an seinem Labortisch voller Glasgefäße
Foto: Ministry of Information Photo Division Photographer · Public domain · Original

Ein offener Deckel

Ende Juli 1928 ließ Alexander Fleming in seinem Londoner Labor Kulturplatten mit Staphylokokken stehen. Als er am 3. September zurückkam, war auf einer Platte mit offenem Deckel ein blaugrüner Schimmel gewachsen. Um den Schimmel herum wuchsen keine Bakterien.

Lange kam niemand weiter

Fleming nannte den Wirkstoff Penicillin, doch in seinem Labor endete die Arbeit daran 1929. Erst ab 1939 erforschte ein Team in Oxford um Howard Florey, zu dem auch Ernst Chain gehörte, den Stoff. Es fand Wege, den Schimmel zu züchten und Penicillin zu reinigen und aufzubewahren.

Der Polizist aus Oxford

1941 bekam der Polizist Albert Alexander in Oxford Penicillin gegen eine schwere Infektion im Gesicht. Schon nach einem Tag ging es ihm besser. Doch das Penicillin reichte nicht, obwohl man es sogar aus seinem Urin zurückgewann. Anfang März erlitt er einen Rückfall, am 15. März starb er.

Deine Vermutung

Woher stammte der beste Schimmel für die Massenproduktion?

Nobelpreis

1945 erhielten Fleming, Florey und Chain gemeinsam den Nobelpreis für Medizin. Nach Kriegsende war Penicillin breit verfügbar.

Quellen

Jede Aussage dieser Entdeckung ist mit einer dieser Quellen belegt und vor der Veröffentlichung gegengeprüft.

  1. Wikipedia (englisch): History of penicillin (abgerufen 2026-10-07)
  2. Wikipedia (englisch): Penicillin (abgerufen 2026-10-07)